Diakonisch-sozialer Schwerpunkt

Diakonisch sozialer Schwerpunkt - ein Jahr im Rückblick (2016/17)

Drachenbasteln 

Am 27. Sept. 2016 wurden in der unverbindlichen Übung „Gelebte Diakonie“ Vorbereitungen für den Herbst getroffen. Aus bunten Papieren bastelten die Schülerinnen und Seniorinnen Drachen, die dann die drei Stockwerke der Hausgemeinschaften schmücken sollten. Alle hatten Spaß bei der Auswahl der verschiedenen Farben und Designs für die Drachen, die dann gemeinsam mit bunten Herbstblättern für einige Wochen auf den Wänden im Wohnzimmer tanzen durften.

Kerzenbasteln für den Gedenkgottesdienst

Am 18. Okt. 2016 gestalteten Schülerinnen und Seniorinnen Kerzen, für den Gedenkgottesdienst, der zu Allerseelen in den Hausgemeinschaften für die Verstorbenen abgehalten wurde. Gemeinsam wurden die Kerzen noch schön drapiert und am Ende war sogar noch Zeit für ein kleines Kartenspiel.

Präsentation der Kreisel aus dem Werkunterricht

Die Klasse 2D stellte im Werkunterricht mit Herrn Prof. Edelmann Kreisel her. Nach deren Fertigstellung wurden sie in den Hausgemeinschaften präsentiert und ausprobiert. Sowohl Schülerinnen und Schüler als auch die BewohnerInnen der Hausgemeinschaften hatten viel Spaß und es fanden sogar Wettbewerbe statt, welcher Kreisel sich am längsten drehen konnte. 

Advent und Weihnachten

In der Adventzeit wurden in der unverbindlichen Übung „Gelebte Diakonie“ so wie jedes Jahr die Stockwerke der Hausgemeinschaften weihnachtlich geschmückt. Ebenfalls wie jedes Jahr waren wir am 6. Dezember im Assistenzeinsatz für den Nikolo, der Jung und Alt besuchen kam und natürlich auch Geschenke für alle dabei hatte.

Am 22. Dezember halfen dann Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Klassen, die Weihnachtsbäume zu dekorieren. Wie jedes Jahr hatte jedes Stockwerk seinen eigenen Baum, jeweils individuell gestaltet – vom Bauernbaum über silberfarbene Kugeln und Strohsterne war alles vertreten.

So wie es die jährliche Tradition fast schon verlangt, hat Frau Prof. Neudorfer mit der 3. Klasse auch wieder ein Krippenspiel einstudiert, welches zur Freude der Seniorinnen und Senioren ebenfalls am 22. Dezember zur Aufführung kam.

Fasching

Alle Jahre wieder schaffen die Teilnehmer der unverbindlichen Übung „Gelebte Diakonie“ den richtigen Rahmen für die Faschingszeit und das Faschingsfest, welches immer am Faschingsdienstag stattfindet. Im Unterricht „Bildnerische Erziehung“ wurden viele verschiedene Faschingsmasken gestaltet, die dann in den Hausgemeinschaften aufgehängt wurden.

Ostern

Nach der Faschingszeit wurde sofort die Osterdekoration vorbereitet. In diesem Jahr hoppelten die Hasen besonders lange durch die drei Stockwerke der Hausgemeinschaften, nachdem sie am 3. März aufgehängt worden waren. Alle Beteiligten hatten Spaß am Basteln und an der Auswahl und Anordnung der Motive.

Frühlingsdekoration

Ein letztes Mal wurde am 25. April 2017 noch in diesem Schuljahr gebastelt. Die Hasen sollten von Fischen abgelöst werden, die in einer Unterwasserlandschaft den ganzen Sommer über in den Hausgemeinschaften für Abkühlung sorgen sollen. Bis Ende September werden nun die Meerestiere für ein bisschen Farbe sorgen, dann werden die Bastelmaterialien für Herbst ausgepackt. 

Bepflanzung der Blumenkisten

Nachdem die alten Blumenkisten in die Jahre gekommen waren und außerdem kein Wasserreservoir hatten, weshalb das Gießen sehr aufwändig war, konnten heuer über die Hausgemeinschaften neue Balkonkisten angeschafft werden. Die benötigte Menge war beeindruckend und der Antransport spannend. Am 16. Mai, nach den Eisheiligen, konnte in der unverbindlichen Übung „Gelebte Diakonie“ dann gepflanzt werden. Gemeinsam mit Schülerinnen aus den 1. und 2. Klassen wurden 15 Kisterln mit Blumen gerecht auf die Stockwerke der Hausgemeinschaften verteilt. Sie erfreuten die Bewohnerinnen und Bewohner den ganzen Sommer mit Blüten.  

(Text und Fotos: Dr. Martina  Müller)

Singen in den Hausgemeinschaften

Am Montag, dem 8. November 2017, ging die 1C mit den Instrumenten ein paar Stöcke höher und hat in 2 Stöcken der Wohngemeinschaften Lieder gesungen. Wir werden dort immer sehr freundlich empfangen und an den Reaktionen der Bewohner und Bewohnerinnen kann man erkennen, dass die singenden Schülerinnen und Schüler eine willkommene Abwechslung sind. (Mag. Ruth Haas)

Nachösterliche Bilderausstellung

Eine kleine private Ausstellung konnten wir im Rahmen des evangelischen Religionsunterrichtes kurz nach Ostern für unsere älteren Bewohnerinnen und Bewohner vorbereiten. Wir waren mit den Gleichnissen und der Bildersprache Jesu beschäftigt. Zu dem Bild über das Weizenkorn aus Joh 12,24 gab es noch die weiterführende Geschichte über die Wünsche der sieben Weizenkörner von Gertrud Renate Sopp zu lesen. Zum Schluss durften die Schülerinnen und Schüler die Schicksale der Weizenkörner aus der Erzählung zeichnerisch darstellen. Die Bilder fanden ihren wohl verdienten Platz an den Wänden unserer Wohngemeinschaften. (Verfasst von Prof. Zsuzsanna Veis, Evangelische Religion)

Düfte und Cremen in den Hausgemeinschaften

Im Oktober fanden sich SchülerInnen der 4D in den Hausgemeinschaften ein, um unter der Anleitung der jungen Apothekerin Cathrin Neudorfer duftende Cremen anzufertigen. Anschließend wurde sofort ausprobiert, welche Wirkung die Produkte auf Haut und Stimmung hatten.

Um Düfte ging es im Dezember: Die 4D war in den Hausgemeinschaften zu Besuch. Diesmal wurde gemeinsam mit den BewohnerInnen Adventschmuck gebastelt. Die BewohnerInnen durften sich aussuchen, welche ätherischen Öle ihrem persönlichen Stern eine spezielle Note verleihen sollte. Kardinal Dr. Christoph Schönborn, der an diesem Tag die Schule und die Hausgemeinschaften besuchte, schaute den Bastlerinnen über die Schulter und unterhielt sich angeregt mit den BewohnerInnen und den SchülerInnen. (Mag. Elisabeth Neudorfer)

Projekt Kafarnaum

Die 1B hat ein Modell des Dorfes Kafarnaum am See Genezareth gebaut. Man sieht das Dorf so wie es zur Zeit Jesu ausgesehen hat. Es gibt eine Synagoge, Häuser, Palmen und Boote auf dem See. Eine Mauer wurde zum Schutz des Dorfes errichtet. Doch auf der Seite des Sees ist sie offen.

Wir haben alles aus Karton und Papier gebaut. Nachdem wir die Grundplatte bemalt hatten, stellten wir die Häuser und Palmen auf. Eine Schwierigkeit war das Aufstellen und Aufkleben der Mauern. Es hat lange gedauert, bis Kafarnaum fertig war, aber es hat auch Spaß gemacht.

Am Donnerstag, dem 12. Februar, waren wir mit unserem Modell in den Hausgemeinschaften. Dort erzählten wir etwas über das Dorf. Die Klasse teilte sich in zwei Gruppen auf, um das Modell zu präsentieren. Wir sprachen über Politik, den Sabbath, das Familienleben, die Häuser, die jüdische Religion, Getreide und Pflanzen und vieles andere mehr.  Zum Schluss gab es Orangensaft und Cola für alle. (Mag. Elisabeth Neudorfer und Schülerinnen und Schüler der 1B)

Wahlpflichtfach "Alterspädagogik"

Im Schuljahr 2013/14 wurde das Wahlpflichtfach  mit eigenständigem Curriculum zum ersten Mal angeboten. 13 Schülerinnen und Schüler entschlossen sich das Wagnis einzugehen und das neue Angebot auszuprobieren.

Im ersten Jahr bekommen die Teilnehmer eine theoretische Einführung in die Bedürfnisse alter Menschen und die Probleme, die diese bei der Bewältigung ihres Alltages haben. Dabei werden verschiedene Pflegkonzepte und Theorien behandelt, die auch Studierenden an sozialen Fachhochschulen, wie dem Campus Wien, in den Einführungsvorlesungen begegnen.  Schon früh kommen auch externe Vortragende an die Schule und geben den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in ihren Berufsalltag und ihre Erfahrungen. So vorbereitet absolvieren die jungen Menschen im Sommersemester ein Praktikum in den Hausgemeinschafen der Diakonie Gallneukirchen, die in den oberen Stockwerken im Gebäude des Evangelischen Gymnasiums angesiedelt sind. In diesem Praktikum haben sie wöchentlich Kontakt mit einem alten Menschen, lernen seine Bedürfnisse und Möglichkeiten kennen, überlegen ein Konzept, wie sie mit ihm in Kontakt treten können bzw. die Treffen für beide Seiten angenehm und sinnvoll zu gestalten.

Im zweiten Jahr erweitern die Teilnehmer ihr Wissen in zahlreichen Exkursionen, die sie durch ganz Wien in die verschiedensten Betreuungseinrichtungen führen. Dabei können sie die im Vorjahr erlernten theoretischen Ansätze in der Praxis wiederfinden und erleben verschiedene Pflegemodelle für die verschiedenen Bedürfnisse. Ergänzt werden diese Erfahrungen durch Vorträge, die sich mit kulturellen Unterschieden, den Problemen und Bedürfnissen von Angehörigen alter Menschen und dem Umgang mit Sterben, Tod und Trauer befassen.

Erfreulicherweise treten von den 13 Schülerinnen und Schülern, die das Wahlpflichtfach in den Jahren 2013/14 und 2014/15 besucht haben, 7 Schülerinnen und Schüler im Haupttermin 2015 in diesem Fach auch zur Matura an. Im Rahmen der neuen Reifeprüfung ist es ja möglich in einem Wahlpflichtfach ohne Trägerfach eigenständig zu maturieren.

Diakonisches Lernen am Evangelischen Gymnasium

„Diakonie lernen“ als Persönlichkeitsbildung

Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass Schülerinnen nach gelungenen diakonischen Praktika ein verändertes Sozialverhalten an den Tag legen können. Schülerinnen greifen tatsächlich zu, um anderen Menschen, auch Mitschülern, zu helfen.

Erstaunlich sind auch die Verschiebungen in der Motivation der Schülerinnen. Schülerinnen gehen an „schwierige Einsatzorte“, weil „es 'Spaß' macht, nicht weil sie sich opfern wollen“. Diese Orientierung, weg von der extrinsischen („gute Noten“) hin zur intrinsischen Motivation („helfen um seiner selbst willen“), wird auch in anderen Untersuchungen zum sozialen Lernen bestätigt. Wenn Schülerinnen erfahren, dass ihr konkretes Handeln die Not anderer lindert, trägt ihr Handeln die Belohnung in sich selbst. Diese Haltung legt Jesus auch seinen Schülerinnen nahe, wenn er sagt: „Lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut… dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten“ (Mt 6,3)

Der große Lernpsychologe des sozialen Lernens, Bandura, erklärt dieses Phänomen wie folgt: Jugendliche lernen „am Modell“. Wenn sie sehen, dass helfen, trösten, versorgen etc. anderen Menschen erfolgreich hilft, beginnen sie diese Praxis selbsttätig auszuführen. Wenn soziales Handeln das gewünschte Resultat nach sich zieht, wird eine soziale Handlung in das eigene Handlungsrepertoire überführt. Eine extrinsische Motivation zum Handeln ist dann nicht notwendig. Das Erleben des Erfolges der sozialen Handlung ist eine hinreichende Motivation. Nachdem praktisches und theoretisches Lernen von Diakonie miteinander verbunden wurde, steigt der Status von „Diakonie“ bei den Schülerinnen.

Ein Missverständnis: Diakonie ist weit mehr als „Armenfürsorge“

Worum geht’s bei „Diakonie lernen“? Ein gängiges Missverständnis ist die Gleichsetzung von Diakonie mit Armenfürsorge! Diakonie lernen ist jedoch mehr als Sorge für Bedürftige unter dem Dach der Kirche. Dieses verkürzte Verständnis von Diakonie wurzelt in der Entwicklung der Diakonie im 19. Jahrhundert. Nachdem der lutherische Pfarrer Theodor Fliedner „Diakonie“ auf die kirchliche Tagesordnung setzte, entstanden große diakonische Einrichtungen. Diese Einrichtungen hatten soviel Einfluss, dass das Wort „Diakonie“ als Synonym für „Armenfürsorge“ selbst in der katholischen Caritas gebraucht wurde.

Sehen wir in die biblische und reformatorische Zeit zurück, so wird schnell deutlich, dass diakonisches Handeln immer mit dem Lernen und Lehren des Wortes von Gott verbunden ist. Beispiel Martin Luther: In seinen Predigten schildert er den Zusammenhang von Tun und Lehren am Beispiel der ersten Diakone: Zunächst besteht der Dienst eines Diakons für ihn darin „zeitlich Nahrung“ und „Güter auszuteilen“. Luther greift hier eine neutestamentliche Bedeutung von „diakonein“ als „Tisch-Dienst“ (Apg 6,2) auf. Zugleich sind für ihn die ersten Diakone – Philippus und Stephanus – immer auch hervorragende Lernende und Lehrende des Wortes von Gott (Apg 8,5-25). „Aber Sankt Stephan steht fest und gibt Macht mit seinem Exempel einem jeglichen, zu predigen, an welchem Ort man hören will, es sei im Haus oder auf dem Markt und liest Gottes Wort“. Mit einem Bild gesprochen: Der „Dienst am Tisch“ und der „Dienst am Wort“ sind unlösbar miteinander im Begriff der Diakonie verschmolzen. Luther führt dies immer wieder mit der Figur des Stephanus exemplarisch vor Augen, hinter dem er Christus als Diener (diakonos) und Lehrer erblickt.

Das, was die Bibel und Luther an der Figur des Diakons Stephanus schildern, ist nichts anderes als die Verdeutlichung eines theologischen und zugleich lernpsychologischen Prinzips: Diakonisches Handeln vermittelt („mediatisiert“) das Denken, Einstellung und Glauben der Handelnden. Neutestamentler bestätigen diesen Zusammenhang: Diakonie im neuen Testament meint nicht Selbstaufopferung, sondern „eine je nach Kontext vermittelnde oder mittelnde Tätigkeit“.

Diakonisch-soziales Lernen in der Schule - Perspektiven und Ziele

Diakonisch-soziales Lernen ist pädagogische Reaktion auf die zunehmende Tendenz zu Individualisierung und Entsolidarisierung (soziale Verantwortungslosigkeit, Gewaltbereitschaft). Ziel ist es, in einer Gesellschaft Haltungen zu entwickeln, die Defizite im sozialmoralischen Bereich abfedern. Sozialverpflichtende Werte werden häufig nicht mehr erlebt, so dass Unterricht um eine spezifische soziale Erlebnisdimension zu erweitern ist (schulische Inszenierung sozialer Lernarrangements).Für die Schüler und Schülerinnen bedeutet dies eine Horizonterweiterung des bisherigen Erfahrungsraumes: die Erfahrung, dass es möglich ist, anders und unter anderen Bedingungen zu leben. Schulleitendes Bildungsziel aller Gegenstände ist das Erreichen von Handlungskompetenz für die Schüler und Schülerinnen. In evangelischer Perspektive meint dies einen Zusammenhang von Lernen, Wissen, Können, Wertbewusstsein und Handlungsfähigkeit unter dem Horizont sinnstiftender Deutung. Das Proprium dieser Bildung liegt in der Persönlichkeitsbildung. Diakonisch-soziales Lernen leistet einen genuinen Beitrag zur Ausbildung von Personaler und Sozialer Kompetenz. Diakonisches Lernen ist mehr als ein singulärer Prozess und muss deshalb in allen Klassenstufen in seinen Basiselementen verankert werden. Diakonisches Lernen erfordert die ohnehin bildungspolitisch gewollte Öffnung von Schule (Lernen an außerschulischen Orten) und ermöglicht fächerübergreifenden und fächerverbindenden Unterricht.

Diakonische Bildung als Persönlichkeitsbildung geht aus von der Menschenfreundlichkeit Gottes, wie sie in der Liebe Jesu zu den Menschen ihren Ausdruck findet, und dem Gebot der Nächstenliebe. Sie zielt auf die Ausbildung von Solidarität und bürgerschaftlichem Engagement. Dies beinhaltet auch die Reflexion über die Möglichkeiten der Gestaltung einer humanen und gerechten Gesellschaft und den individuellen Anteil daran. Soziales Engagement soll als Bindeglied der Gesellschaft von den Schülerinnen und Schülern erkannt und soziale Sensibilität und die Bereitschaft zu sozialer Verantwortungsübernahme geweckt werden. Soziale Sensibilität beinhaltet auch Reflexion der Ziele diakonisch-sozialen Lernens: Geht es um ein Individualisieren von Mitleid oder auch um das Verstehen genereller Strukturen? Diakonische Bildung gibt Anstöße für die Entwicklung eines Selbstkonzepts.

Es ermöglicht die Erfahrung:- Gebraucht zu werden und Hilfe zu brauchen.- Neue Perspektiven zu gewinnen und Vorurteile abzubauen.- Fähigkeiten und Kompetenzen zu besitzen, die im außerschulischen Raum auch für andere bedeutsam sind.- „Mensch-Sein“ im ganzheitlichen Sinne zu erleben und an eigene Grenzen zu stoßen (sich als fragmentarisch zu erkennen und davon abgeleitet den anderen nicht von seinen Fehlern her zu sehen, sondern von seinen ausstehenden Möglichkeiten)

Die Begegnung mit menschlichem Leid - im weiten Sinne - ist der Ort fundamentaler Fragen nach dem, was das Menschsein und das Leben ausmachen und was das Leben aus dem Menschen macht. Diakonisches Lernen ermöglicht so mit anderen zu sich selbst zu kommen, voneinander zu lernen, anstatt lediglich Wissen übereinander zu bekommen. Leid konfrontiert mit der Frage nach Grund und Sinn. Die Erfahrungen im diakonisch-sozialen Lernen verweisen damit auf die Leitfragen des Religionsunterrichts und weisen dem diakonisch-sozialen Lernen eine Zentralstellung im Unterricht zu. 

Unterrichtsgegenstand Gelebte Diakonie

Ziel: Schülerinnen sollen durch eigene Beschäftigung bzw. eigenes Erleben diakonisches Handeln nachvollziehen können. Der geschichtliche Hintergrund auf dem dies entstanden ist, soll dabei nicht vernachlässigt werden.

Grobplanung:Diakonie in meiner Nähe: Schülerinnen sollen in ihrer eigenen Umgebung nach Möglichkeiten diakonischen Handelns suchen.Diakonie als Projekt in meiner Stadt: Schülerinnen erleben einen/mehrere diakonische Einsätze in einem Pensionistenheim.Diakonie weltweit: An einem konkreten Projekt der Diakonie Österreich mitarbeiten.Um die Erlebnisse, Ergebnisse und Erfahrungen festzuhalten, soll ein Diakonietagebuch geführt werden. Unterteilt in die oben genannten drei Bereiche, in der Arbeitweise eines Portfolios. Jeder Schüler und jede Schülerin beschreibt kurz den Verlauf seiner Arbeit und verschriftlicht das Ganze. Dieses wird von allen Schülerinnen gesammelt und als Gesamtordner dann in eine präsentierbare Form gebracht.

Mag. Heike Wolf