Werkschulheim Unterstufe: 5 Stunden Werkunterricht / Woche

„Habe Mut, dich deines Verstandes zu bedienen“ (I. Kant)

Aus den Bereichen: Technik, Design/Produktgestaltung und gebaute Umwelt werden zeitgemäße Projekte aus der Lebensrealität der Schüler*innen ausgewählt und aufbereitet. Zuerst bringen die Lernenden ihre Gedanken und Ideen mittels Bleistift zu Papier (Skizzen); anschließend bauen sie 3D-Modelle und Prototypen, um Funktionen und Materialität auszutesten und zu experimentieren. Fehler dürfen gemacht werden; sie sind sogar willkommen, um neue Dinge auszuprobieren. Wir Lehrende wollen den Schüler*innen ein Instrumentarium zur Verfügung stellen, mit dem sie selbst Lösungen finden können.

Alle Fertigungstechniken (Urformen, Umformen, Trennen, Fügen, Beschichten und Stoffeigenschaften ändern) werden den Lernenden vermittelt.

Auf dem Weg zum fertigen Werkstück oder Prototypen müssen die Lernenden viele Probleme lösen. Unser Werkunterricht bietet die Chance, Erfolgserlebnisse auf die eigene Person zurückzuführen und somit das Selbstvertrauen zu stärken.

--> Schüler*innen zeigen ihren selbst entwickelten Automaten
--> Das Entstehen eines Skateboards

Intrinsische Motivation zeigt sich durch das Bedürfnis nach Kompetenzerleben, dem Bedürfnis nach Autonomie und dem Bedürfnis nach sozialer Zugehörigkeit (vgl. Deci und Ryan 1993). Wenn sich diese erworbenen Kompetenzen in der selbständigen Arbeit der Lernenden zeigen, ist das die Basis, Sachen zu hinterfragen, querzudenken, um so zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Durch die Fachkompetenz unseres Werker*innenteams, gekoppelt mit der pädagogisch-didaktischen Kompetenz, entsteht eine Basis gegenseitigen Vertrauens, wodurch ertragreicher Unterricht erst entstehen kann. (Das Werker*innenteam, Juni 2018)