Theaterbesuche

THEATERBESUCH – EIN EUROPÄISCHES ABENDMAHL
Elfriede Jelinek, Sofi Oksanen, Terézia Mora, Nino Haratischwili, Terézia Mora haben mit ihren Texten Frauenfiguren erschaffen, die sich mit der aktuellen Lage in Europa auseinandersetzen: Radikaler Islamismus, Flüchtlinge, Ratlosigkeit über die Zukunft der europäischen Idee, Gewalt gegen Frauen und der weltweite Verteilungskampf zwischen Arm und Reich … Das europäische Abendmahl ist eine Bestandsaufnahme eines sich verändernden Europas und deckt wesentliche Lernziele des Wahlpflichtfaches ab.
„Das dunkle Bühnenbild strahlt eine gewisse Kälte und Härte aus. Der Boden ist schmutzig, durch die seitlichen Arkaden fällt kaum Licht, die Decke blättert ab.. Die meisten Schauspielerinnen verlieren sich fast in diesem Raum, hie und da nehmen sie auf einem Stuhl Platz und schildern ihr ganz persönliches Schicksal. In der letzten Szene versammeln sie sich alle an einer langen Tafel und feiern Europas letztes Abendmahl.“ (Judith, 6C)

THEATERBESUCH – DIE PERSER
Das Heer des Perserkönigs Dareios wurde von den Athenern in der Schlacht bei Marathon besiegt. Zehn Jahre später zieht sein Sohn Xerxes gegen die Griechen, um die erlittene Niederlage zu rächen. Von bösen Vorahnungen gequält, wartet die persische Königsmutter Atossa auf Nachricht aus dem Kriegsgebiet. Ein Bote berichtet von den unmenschlichen Gräueln der Schlacht. Die persische Flotte wurde vernichtend geschlagen. Xerxes ist entkommen, er kehrt schwer gezeichnet aus der Schlacht zurück. Die Perser sind vernichtet.
Aischylos verfasst sein Stück aus der Sicht der Besiegten: ein Lehr- und Mahnstück über Krieg und Niederlage. Die Perser ist ein Stück gegen den Übermut der Hochrüstung und die Blindheit der Kriegstreiberei.
Die Friedenserziehung nimmt eine zentrale Stellung im Wahlpflichtfach ein. Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass Frieden ein fragiles Gut ist und sie aktiv zu einer friedlicheren Welt beitragen können. (Texte: M. Brauner)

EXKURSION INS WELTMUSEUM

In 18 Sälen widmet sich das Weltmuseum etwa dem Kolonialismus und seiner Folgen, der Globalisierung, der Frage der „Leitkultur“, dem Wert von „Kunst“ und „Kultur“, der Emanzipation und Rolle der Frau in unterschiedlichen Gesellschaften oder dem Verlust von Identität. Diesen und vielen weiteren spannenden Themen sind die Schülerinnen und Schüler in einem Workshop nachgegangen. (Text und Fotos: M. Brauner)

Exkursion ins WIEN Museum - GETEILTE GESCHICHTE. VIYANA - BEC – WIEN

Wien war immer ein Schmelztiegel der Kulturen. Die Arbeitsmigration in den 1960er-Jahren einsetzende Arbeitsmigration aus dem ehemaligen Jugoslawien und der Türkei hat Wien nachhaltig und entscheidend geprägt. Das damalige Anwerbeabkommen sollte  sollte es österreichischen Unternehmen ermöglichen, den akuten Arbeitskräftemangel kurzfristig auszugleichen,  doch die Idee einer zeitlichen Befristung erwies sich in vielen Fällen als unrealistisch. Familienmitglieder zogen nach und Vereine wurden gegründet. In vielen Fällen wurde die geplante Rückkehr auf später verschoben.
Auch heute wird wieder über eine weitere Öffnung des österreichischen Arbeitsmarktes für ausländische Arbeitskräfte diskutiert. Eine weitreichende Auseinandersetzung mit dem Thema Arbeitsmigration lohnt, da sie Gesellschaften stetig verändert und prägt. Die Frage ist nur, wie diese Veränderungen gesehen werden? Diese und vielen anderen Fragen gingen die Schülerinnen und Schülern im Zuge des Ausstellungsbesuches nach. (Mag. Markus Brauner)

Exkursion ins MUMOK – NATURGESCHICHTEN. Spuren des Politischen

Unsere Natur wurde und wird durch den Menschen geprägt. Natur und Geschichte stehen somit in einem direkten Spannungsfeld – die Ausstellung setzt sich mit Völkermord sowie mit Flucht und Widerstand im Rahmen totalitärer Systeme und kriegerischer Konflikte auseinander. So sollten die Schülerinnen und Schüler sich mit der kolonialen Vergangenheit Afrikas und Asiens auseinandersetzen.

Ein Ziel der Exkursion war die kritische Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit: eine verzerrte und stereotype Sichtweise prägt über Jahrhunderte hinweg die Sichtweise der Europäer und diese schlug sich auch in der Kunst nieder.

Ein weiteres Themenfeld behandelt Veränderungen und Verwandlungen öffentlicher und historischer Orte durch natürliche Prozesse. Die alles überwuchernde Natur erweist sich dabei als Indikator geschichtlicher Dynamiken. Den Schülerinnen und Schülern wurde hierbei aufgezeigt, dass selbst Monumentalbauten dem unweigerlichen Verfall preisgegeben sind. Die Natur kennt keine ideologischen Grenzen, sie erobert sich schrittweise alles zurück. (Mag. Markus Brauner)

Besuch in der UNO

UNO-Workshop "Menschenrechte" mit dem Wahlpflichtfach Internationale Beziehungen und der Religionsgruppe von Mag. Heike Wolf. (Text und Fotos: Mag. Markus Brauner)