"Umgekehrter Adventskalender"

Nur noch wenige Wochen dauert es, bis das erste Türchen des Adventskalenders geöffnet und somit der Countdown zum Weihnachtsfest eingeleitet wird. Was eigentlich die besinnlichste Zeit des Jahres sein sollte, ist jedoch für viele meist das Gegenteil – Konsumwahnsinn, Zeitstress und Hektik dominieren im Advent. Umso interessanter finden wir das Projekt „Umgekehrter Adventskalender“, das einmal mehr erinnert, worum es zu Weihnachten eigentlich wirklich gehen sollte: Um Liebe, Zusammenhalt und ein soziales Miteinander.

„Umgekehrter Adventskalender“ – so funktioniert’s:
Das Prinzip ist einfach und gerade deshalb so leicht zu verwirklichen und richtet sich an all jene, denen es am Nötigsten zum Leben fehlt:  Ab dem 3. Dezember legt jede Klasse (der Klassenvorstand informiert über den genauen Termin) dringend benötigte Sachspenden (Nudeln, Semmelwürfeln, Suppenwürfeln, Suppeneinlagen, Kaffee, etc.) aber auch Geschirrspülmittel und Pulver oder Tabs für die Spülmaschine in einen Karton. Diese Spenden werden am Ende jeder Adventwoche direkt dem „s`Häferl“ (https://diakonie.at/einrichtung/s-haeferl) übergeben.

Die Aktion „Umgekehrter Adventskalender“ macht somit auf Seiten des öffentlichen Raums aufmerksam, die eben auch dazugehören, denn Obdachlosigkeit und Armut sind nach wie vor von großer gesellschaftlicher Relevanz. (das Relilehrer*innenteam)

Die Stadt Kafarnaum als Modell

Im Religionsunterricht bauten Schülerinnen und Schüler der 1C ein Modell des Städtchens Kafarnaum am See Genezareth wie es zur Zeit Jesu ausgesehen hat. Fotos von den archäologischen Ausgrabungen waren uns dabei eine große Hilfe.

Das fertige Modell wurde sorgsam in den 5. Stock transportiert. Dort angekommen erzählten wir den Bewohnerinnen und Bewohnern der Hausgemeinschaften von unserem Projekt. Mitten in Kafarnaum gab es einen Brunnen.  Eine Dame konnte sich erinnern, dass in ihrer Kindheit das Wasser auch von einem Dorfbrunnen geholt werden musste. Mit einer Bewohnerin entspann sich ein Gespräch darüber, wie groß ein Haus sein muss, dass man sich darin wohlfühlt. Die Zeitgenossen Jesu wohnten mit Hühnern und Ziegen in einem Raum. Am Abend wurden Matten zum Schlafen ausgebreitet. Wir vermuten, dass sich diese Familien auch wohlgefühlt haben. (Mag. Elisabeth Neudorfer)

Düfte und Cremen in den Hausgemeinschaften

Im Oktober fanden sich SchülerInnen der 4D in den Hausgemeinschaften ein, um unter der Anleitung der jungen Apothekerin Cathrin Neudorfer duftende Cremen anzufertigen. Anschließend wurde sofort ausprobiert, welche Wirkung die Produkte auf Haut und Stimmung hatten.

Um Düfte ging es im Dezember: Die 4D war in den Hausgemeinschaften zu Besuch. Diesmal wurde gemeinsam mit den BewohnerInnen Adventschmuck gebastelt. Die BewohnerInnen durften sich aussuchen, welche ätherischen Öle ihrem persönlichen Stern eine spezielle Note verleihen sollte. Kardinal Dr. Christoph Schönborn, der an diesem Tag die Schule und die Hausgemeinschaften besuchte, schaute den Bastlerinnen über die Schulter und unterhielt sich angeregt mit den BewohnerInnen und den SchülerInnen. (Mag. Elisabeth Neudorfer)