Gelebte Diakonie im Schuljahr 2018/19

Herbstdekoration – Drachenbasteln
Gleich beim ersten Kennenlernen zwischen Schülerinnen und Schülern des evangelischen Gymnasiums und den Bewohnerinnen und Bewohnern der Hausgemeinschaften der Diakonie Gallneukirchen galt es, die Sommerdekoration des Vorjahres in eine herbstliche umzugestalten. Mit viel Freude und Engagement haben Jung und Alt gebastelt, die Farben gewählt und die Herbstlandschaft entstehen lassen.

Weihnachtsdekoration
Jedes Jahr wird eine gänzlich neue Weihnachtsgestaltung für die drei Stockwerke der Hausgemeinschaften gebastelt. Heuer wollten die Schülerinnen und Schüler in tuscheblauen Himmel mit ihren Tintenkillern Schneekristalle zaubern. Zuvor wurden im Internet Kristallvarianten gegoogelt, dabei bekamen die interessierten Bewohnerinnen und Bewohner gleich eine „kleine Technologieeinschulung“ und die Bastelnachmittage verliefen äußerst lustig und abwechslungsreich, bis schließlich Mitte November die fertige Dekoration installiert werden konnte.

Adventkranzbinden
Ebenso unter dem Titel „alle Jahre wieder“ fand das Adventkranzbinden statt, bei dem die aus dem Werkunterricht instruierten Schülerinnen und Schüler sehr geschickt drei Kränze für die Hausgemeinschaften banden. Bei der Farbwahl und Gestaltung wurden sie von den Bewohnerinnen unterstützt, manchmal auch ein bisschen „dirigiert“. Das Ergebnis waren in jedem Fall außerordentlich hübsche Adventkränze.

Nikolo
Ein Highlight war wieder der Besuch des Nikolo, der bei 39 Bewohnerinnen und Bewohnern, die es zu beschenken galt, über die Unterstützung der schulischen Helferlein äußerst erfreut war. So konnten alle Stockwerke besucht werden, Nikolosäckchen überreicht und natürlich auch Nikololieder gesungen werden. Selbstverständlich hatte der heilige Mann auch Überraschungen für seine Helfer mitgebracht.

Vanillekipferl
Nach dem heimischen Familienrezept von Frau Prof. Müller wurde kurz vor Weihnachten der Vanillekipferlteig angerührt. Gemeinsam formten Schülerinnen und Schüler und Bewohnerinnen und Bewohnern die vorweihnachtlichen Süßigkeiten. Schon bald erfüllte großartiger Duft die Stockwerke der Hausgemeinschaften. Ein erster Test bescheinigte den Bäckern mehr als gute Noten und es war zu befürchten, dass die Kipferln Weihnachten gar nicht erleben würden.

Weihnachtsbäume
Selbstverständlich wäre Weihnachten nicht Weihnachten, wenn es keine Weihnachtsbäume gäbe. Wie jedes Jahr wurde am Donnerstag vor Weihnachten fleißig geschmückt, Lichterketten installiert, Glaskugeln sortiert und aufgehängt. Bald waren in allen drei Stockwerken drei doch verschiedene Bäume zu bewundern, die mit Weihnachtsgeschichte und Weihnachtsliedern den Bewohnerinnen und Bewohnern übergeben wurden. Die mobileren Damen besuchten auch die benachbarten Stockwerke und jeder kam zum Schluss, dass alle Bäume schön, der jeweils  eigene aber der schönste war.

Fasching
Gleich nach den Weihnachtsferien wurden die Glaskugeln für das kommende Jahr weggeräumt und die fröhlichen Faschingsmasken ausgepackt. Bald herrschte in den Stockwerken farbenfrohes Girlandentreiben und natürlich durften Faschingskrapfen nicht fehlen.

Kaffeehaus
Durchschnittlich einmal pro Monat kommen die Bewohnerinnen und Bewohner der Hausgemeinschaften in die Schule zu Besuch. Dann bereiten die Schülerinnen und Schüler Kaffee, Kekse und Kuchen vor und es verbreitet sich ein Hauch von Kaffeehausstimmung. Seit heuer werden dabei auch Schlager gehört und manchmal Quizfragen beantwortet. Diese Nachmittage bereiten Alt und Jung erfahrungsgemäß große Freude.

Spiele- und Quiznachmittag
In Ergänzung zu den Kaffee-Quiz Nachmittagen spielen die Schülerinnen und Schüler auch in den Hausgemeinschaften in „altersgemischten Teams“ Stadt-Land und andere Rate- und Gesellschaftsspiele. Unter der strengen Aufsicht der 95-jährigen Frau Frederike Kleinhampl wurde die Punkteverteilung stets streng überwacht und auch heftig diskutiert, ob es den jeweiligen Fluss oder das Land auch wirklich gibt. Das war auch immer ein Moment an dem das Handy zur Internetrecherche eingesetzt wurde, um zu einem gerechten Ergebnis zu kommen. Insofern kann man sagen, dass wir alle an diesen Nachmittagen etwas dazugelernt haben.

Ostern
An mehreren Nachmittagen bereiteten sich Schülerinnen und Schüler und die Bewohner der Hausgemeinschaften auf Ostern vor. Einerseits wurden die Stockwerke mit Hasen und Ostereiern dekoriert. An einem Nachmittag versuchten wir uns als Bäcker von Osterlämmern und Hasen. Das Lamm – zumindest eines – gelang hervorragend, die Hasen erwiesen sich als widerborstig und der Teig rann aus der Form. Dennoch gelang es die unförmigen Reste aus dem Backrohr  zu retten und zu verzehren. Wenn auch die Form ein wenig zu wünschen übrig ließ, geschmacklich waren alle Tiere ausgezeichnet. Schließlich stand die Osterwoche unmittelbar vor der Tür und die Schülerinnen und Schüler färbten geschwind noch hartgekochte Eier und gestalteten Osternester, damit die Bewohnerinnen und Bewohner frohe Ostern feiern konnten.

Kreisel
Im Rahmen des Werkunterrichts besuchte die Klasse 2D gemeinsam mit Hr. Prof. Edelmann die Hausgemeinschaften. Die Schülerinnen und Schüler brachten ihre neu erzeugten Kreisel mit und erklärten den Bewohnerinnen und Bewohnern, wie sie diese hergestellt hatten. Natürlich wurden die Kreisel dann auch gleich ausprobiert und alle fieberten mit, welcher sich am längsten drehen würde. Einige der Seniorinnen und Senioren erzählten, dass sie in ihrer Kindheit ähnliches zum Spielen hatten und waren beeindruckt, als sie hörten, dass die Kreisel selbst hergestellt worden waren.

Sommerdeko
Vor den Ferien galt es noch einen sommerlichen Abschluss für die drei Stockwerke zu finden. Bei der Themenfindung wurden wir von den Bewohnerinnen und Bewohnern unterstützt, die sich Urlaubsfeeling und Strand gewünscht hatten. Die Schülerinnen waren einige Wochen lang eifrig am Basteln von Schiffen, Sonnenschirmen und Palmen, bis unser Meer- und Strandeldorado aufgeklebt werden konnte.

Blumenkisten
Nach den Eisheiligen wurden noch die Blumenkisten mit frischer Erde und neuen Sommerblumen bepflanzt. Nach tatkräftiger Unterstützung aus der Schule konnten in allen Stockwerken bunte Balkone hinterlassen werden. Seither bereiten die Blumen viel Freude und werden von den Bewohnerinnen und Bewohnern gut gegossen und liebevoll betreut. So haben wir über die Ferien ein kleines Andenken an uns und die Schule dagelassen und freuen uns auf ein Wiedersehen im Herbst. (Text und Fotos: M.Müller)