Trickfilme - Ein fächerübergreifendes Projekt im Schuljahr 2016/17

Nachhaltigkeit wird in der „Diakonie Eine Welt“, der das Evangelische Gymnasium und Werkschulheim angehört, großgeschrieben. Im Nachhaltigkeitsbericht der Diakonie ist zu lesen, dass „nur eine inklusive und nachhaltige Gesellschaft eine Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit für alle Menschen bieten kann.“ Jede Einrichtung der Diakonie ist dazu aufgerufen, sorgsam mit Ressourcen umzugehen. 2016 erstellte unsere Schule einen Abfallswirtschaftsplan und absolvierte den sogenannten „Ökobonus“.

Die Klasse 3A hat sich im Schuljahr 2016/2017 im fächerübergreifenden Unterricht mit dem Thema der Nachhaltigkeit in den folgenden 7 Bereichen beschäftigt: Papier, Kleidung, Ernährung, Verpackung, Energie, Mülltrennung und Grünflächen. Die SchülerInnen absolvierten im Rahmen des Biologieunterrichts einen Workshop zum Thema „biologischer Fußabdruck“. Weiters recherchierten sie im Schulhaus, führten Befragungen von Mitarbeitern durch und erarbeiteten so Referate zu Nachhaltigkeit in den bereits genannten 7 Bereichen und beschäftigten sich mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit auch im Geografie- und Religions – Unterricht.  Aus diesem Anlass wurde dann auch im Rahmen des BE-Unterrichts die Künstlergruppe DIE BIBLIOTHEKARE eingeladen, um mit der Klasse ein Trickfilmprojekt durchzuführen. Als Impuls brachten sie den Beginn einer fiktiven Story mit, die als „Vorgeschichte“ zu lesen ist. Die SchülerInnen haben daraufhin die Abenteuer der ProtagonistInnen Laura und David unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit weiterentwickelt und die Szenen daraus mit Trickfilmclips illustriert und ihre jeweiligen Storys zu einem Buch gebunden.

Unter dem Youtube Acount der Künstlergruppe: Die Bibliothekare mit dem Namen „art and learning“ finden sie unsere Trickfilme unter dem Namen: „Die Abenteuer von Laura und David...7Trickfilmszenen zum Thema Nachhaltigkeit“ (https://www.youtube.com/watch?v=MknLIHQWjaU)

Ziel war, anlässlich des Jahresschwerpunktes „Nachhaltigkeit“ 2016 der Diakonie die SchülerInnen durch die theoretische, praktische und kreative Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Facetten von Nachhaltigkeit für das Thema zu sensibilisieren. In kreativen Projekten sollten außerdem Produkte entstehen, die die Grundgedanken von Nachhaltigkeit nach außen tragen. Nach Projektschluss fungieren die SchülerInnen als MultiplikatorInnen der Anliegen innerhalb und außerhalb der Schule. Das Projekt hat die SchülerInnen der 3A, aber auch uns Lehrpersonen neu ermutigt, sorgfältiger mit unseren begrenzten Ressourcen umzugehen. Wir hoffen, ganz praktisch in unserer Schule das Mülltrennsystem zu verbessern, unsere Fassade zu begrünen und mehr Bewusstsein bei der Verwendung von Verpackungsmaterialien im Schulalltag zu schaffen.

Wir möchten uns beim Bildungsförderungsfond Forum Umweltbildung für die finanzielle Unterstützung für unser Umweltprojekt bedanken. Außerdem freuen wir uns über eine Prämierung des Bildungsministerium bei der schulischen Prämiensitzung 2017. Alle prämierten Projekte werden auf der Webseite des Bildungsförderungsfonds präsentiert. Weiters freuen wir uns auch über eine Auszeichnung zum „Projekteuropa 2016/17 – zum Thema Schulkultur: kreativ – lebendig - demokratisch“ vom Kultur Kontakt Austria ausgeschrieben. 

Pädagogische Leitung: Renate Ritscher (Bildnerische Erziehung und Technisches Werken), Christina Entrup (Biologie und Umweltkunde), Barbara Schubert (Deutsch), Markus Brauner (Geographie und Umweltkunde), Maria Klein (Religion Kath.): Künstlerische Leitung, Medienproduktion und Plakatgestaltung DIE BIBLIOTHEKARE, Verein für Medienkunst und künstlerisches Lernen(www.die-bibliothekare.at), Karen Oldenburg mit Kristina Havlicek.  (Text und Fotos: Mag. Renate Ritscher)

Das Evangelische Gymnasium – ein Ort der Nachhaltigkeit

Die Bewahrung der Umwelt ist ein besonderes Anliegen der Diakonie Bildung. Sie möchte einerseits mithelfen, die Welt als lebenswerten Raum zu erhalten, und andererseits Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen schaffen. In diesem Sinne hat sich das Evangelische Gymnasium und Werkschulheim Wien, eine Schule, der Nachhaltigkeit besonders wichtig ist, am Öko-Business-Plan der Gemeinde Wien beteiligt.

Das Evangelische Gymnasium bietet neben einem Gymnasialzweig auch ein duales Ausbildungssystem an, das die AHS-Matura mit einer Lehre vereint. Die Schüler und Schülerinnen können Goldschmiede, Tischlerei oder EDV-Technik erlernen, und machen im Rahmen ihrer Ausbildung bald die Erfahrung, wie viel Arbeit und Einsatz in einem Werkstück stecken, was in Zeiten der Wegwerfgesellschaft alles andere als selbstverständlich ist und sich positiv auf den Umgang mit Ressourcen auswirken kann. Im Rahmen der EDV- Ausbildung bauen Schüler- und Schülerinnen beispielsweise verwertbare Einzelteile aus Geräten selbst aus, die später  weiterverwendet werden können. Die Schüler und Schülerinnen werden aber auch im übrigen Unterricht zu umweltbewusstem Verhalten angeleitet. So verwendet man im Werkunterricht der Unterstufe zum Teil Abfälle, um daraus Neues zu schaffen. Aus Holzresten entstanden zum Beispiel Insektenhotels!

Die Direktorin Mag. Elisabeth Sinn arbeitet seit längerem mit einem Team von Lehrern und Lehrerinnen außerdem erfolgreich am ökologischen Fußabdruck der Schule. Die Maßnahmen zur Förderung der Nachhaltigkeit betreffen die unterschiedlichsten Bereiche und reichen beispielsweise von bewusstem Umgang mit Papier über eine Optimierung  der Abfalltrennung bis zu Umstieg auf LED-Lampen im gesamten Schulhaus und Drosselung der Beleuchtung auf dem Gang auf 50 % während der Unterrichtsstunden. Über eine Begrünung der Außenfläche der Schule wird noch nachgedacht! Viele Schüler und Schülerinnen hoffen, dass sich der Traum einer „grünen“ Schule  bald erfüllen wird!

Die Gemeinde Wien hat das Bemühen zur Schaffung einer nachhaltigen Schule durch einen Preis honoriert, der am 07. 03. 2017 Direktorin überreicht wurde. (Mag. Michael Eisterer)