Die "7ABC-Lateiner" auf den Spuren der Antike (Oktober 2017)

Die beiden 7ABC-Lateingruppen verbrachten Anfang Oktober eine Woche in Rom. Im Rahmen des Lateinunterrichts müssen die Schülerinnen und Schüler auch ein Portfolio mit verschiedenen Arbeitsanweisungen erstellen, das auch zur Note beiträgt. Ein besonders gut gelungenes Portfolio ist heuer das von Luka Rosenauer (7B) - lesen Sie hinein und genießen Sie die Eindrücke unserer Reise aus der Sicht von Luka!

--> zum Portfolio

--> zur "Papyrusrolle" (2. Abschnitt: "Eine Woche ein Römer - in der Antike - sein"), aus technischen Gründen herausgenommen

auf dem Forum Romanum
unsere Führerin Liliana
für die Portfolios wird eifrig mitgeschrieben
auf dem Palatin
bei der Papstgeneralaudienz am Petersplatz
der Aufgang zu den Vatikanischen Museen...
"Rom bei Nacht" auf dem Giannicolo
Coco zeichnet das Vittorio Emmanuele Denkmal auf dem Giannicolo
Ausflug zur Villa d'Este
Ausflug nach Pompeji
Blick vom Vesuv auf die Buch von Neapel
Wanderung auf den Vesuv
Entspannung in Rom...

Fotos: M.Ulreich und SchülerInnen
 

Romreise der 7AC vom 13.-21. Oktober 2016

erste Ermüdungserscheinungen...
Handstand von Prof. Rhemann beim Trevibrunnen
im Kolosseum
Blick auf das Forum vom Palatin
Picknick auf dem Pincio
auf dem Gianicolo
Blick von Pompeji auf den Vesuv
auf den Spuren der Beatles in Pompeji
Franz inmitten der Säulen von Ostia antica
Pause!
am Strand von Ostia
Burgen werden gebaut...
der Kinderspielplatz im Cinecitta war ein Anziehungspunkt...
gemeinsames Abendessen
vor dem Stadio Olympico beim Match AS Roma gegen Austria Wien
 
 

Italienreise der 7ABC im Herbst 2014: Reisetagebuch von Andrea Aharanwa, 7C

Liebes Tagebuch, heute ist der 16. Oktober 2014. Nach dem zweistündigen Flug brachte uns ein Bus in ein gelbes Kloster. Dann gingen wir zu dem Campo de’ Fiori, zur Piazza Navona, wo ich den großartigen Vierströmebrunnen, auf dem ein Gürteltier zu finden sein sollte, das kein Gürteltier war, betrachten konnte. Das Pantheon war nicht besonders hübsch, aber dafür besonders groß. Wir machten uns nach dem Mittagessen auf den Weg zum Petersdom. Nachdem wir eine Menschenschlange, deren Länge man in Lichtjahre angeben hätte können, bewältigt hatten, hatten wir in dieser Kirche eine Führung à la Herr Professor Bauer. Die Geschichte zu Michelangelos Pieta hat mich zum Schmunzeln gebracht, weil ein Irrer mal versucht hatte das Werk mit einem Hammer zu „korrigieren“. Anschließend besuchten wir einen Mann in seinem Büro, der im „Fatikan“ arbeitet.

Abends aßen wir zusammen als Gruppe nach einer langen Suche in einem Restaurant, das ich hungrig betreten und noch hungriger verlassen habe. Das Eis und „Blinde-Kuh-Spiel“ haben das aber wieder gut gemacht.

Deine Andrea I.

Liebes Tagebuch, heute ist der 17. Oktober 2014. Ich habe beim Frühstuck erfahren, dass Italiener Spiegelei mit Speck nicht so sehr lieben wie ich. Als Erstes marschierten wir bei diesem heißen Wetter zu der Basilika Santa Maria sopra Minerva, die die einzige gotische Kirche Roms ist. Berninis Elefant soll angeblich mit Absicht seinen Hintern zu dem Klostertor der Dominikaner strecken. Nach einem kleinen Snack setzten wir uns auf die Spanische Treppe nieder. Mit der U-Bahn fuhr unsere Reisegruppe dann zu den Vatikanischen Museen.

In den Vatikanischen Museen, die von einer Stadtmauer umgeben sind, gab es so viele Touristen, dass der Boden beinahe nicht zu sehen war. Wir waren eben nicht die einzigen, die die Sixtinische Kapelle und Michelangelos abgezogene Haut sehen wollten. Unsere quirlige Führerin unterhielt uns währenddessen mit ihren lustigen Kommentaren über das „himmlische Gesäß“. Danach bestiegen wir, zumindest die Mutigen unter uns, die Kuppel des Petersdoms. Die Aussicht da oben war zwar wunderschön, aber das Runtergehen war dann doch das Schönste. Anschließend schauten wir uns die Engelsburg. Seit heute ist es übrigens offiziell, dass ich die Nummer eins bin (wäre ich auch ohne dem Durchzähl-System).

Heute ist der 18. Oktober 2014. Zuerst marschierte unsere Reisegruppe zum Kapitolsplatz auf das Kapitol und dann zur Renaissance-Kirche Santa Maria in Santa Aracoeli, die von außen schlicht, aber von innen schön ist. In der Kirche war auch der Fußabdruck des Teufels zu finden. Danach besichtigten wir die „Hochzeitstorte“.

Wir fuhren mit dem Bus zur katholischen Hauptkirche, der Lateranbasilka. Auf der Via Appia hatte ich nach dem Picknick endlich mein Referat hinter mich gebracht. Danach besuchte unsere Reisegruppe, was ich am Interessantesten fand, nämlich die Erinnerungsstätte Mausoleo delle Fosse Ardeatine. 320 Italiener mussten für 33 Deutsche, die aufgrund eines Attentates ihr Leben ließen, sterben. Die Domitilla-Katakomben, die wir ebenfalls besichtigt haben, sind das größte Netz von Katakomben in Rom. Unser lustiger Gruppenführer war ziemlich ehrlich, weil er uns gesagt hat, dass er sich vor nicht zu langer Zeit in den Katakomben verlaufen hatte. An diesen Abend haben wir endlich das richtige Restaurant mit dem richtigen Essen für uns gefunden. Meine anderen Mitschüler haben aber dafür Henna Tattoos für sich entdeckt.

Liebes Tagebuch, heute ist der 19. Oktober 2014 und somit der letzte Tag in Rom. Die einen Schüler verbrachten den Vormittag auf der Piazza del Popolo mit Frau Professor Ulreich und die anderen, inklusive mir, gingen mit Herr Professor Bauer zur Seligsprechung von Papst Paul VI. Dank unserer Pünktlichkeit und ein bisschen Glück konnten wir alle sehr gute Sitzplätze ergattern, obwohl Unmengen an Menschen schon vor uns da waren. Auf den Stühlen waren Zeitungen, aus denen einige später einen Sonnenschutz gebastelt haben, zu finden. Papst Franziskus wurde nicht nur von den Nonnen, sondern auch von den tausend anderen Gläubigen wie ein Fußballstar gefeiert.

Beide Gruppen trafen sich vor dem Kolosseum wieder. Die Führerin von den Vatikanischen Museen hat uns durch das Kolosseum und Forum Romanum geführt. Am Abend gab es für mich köstliche Bratkartoffeln im Restaurant vom Vortag und eine gute Portion Schlaf.

Heute ist der 20. Oktober 2014 und wir sind nach Sorrent gefahren. Ich bin außerdem sehr stolz darauf, dass ich es geschafft habe alle meine Souvenirs in den Koffer zu quetschen. Heute ist auch etwas besonders passiert. Ich bin in einem Bus eingeschlafen, das kann ich normalerweise nie.

Na egal, zuerst fuhren wir nach Herculaneum, in der Nähe von Neapel. Herculaneum war eine antike Stadt, die beim Ausbruch des Vesuvs untergegangen ist. Am besten hat mir das Schlangen-Zeichen auf den Plätzen gefallen, weil es die Bewohner davon abhalten sollte auf öffentlichen Plätzen zu urinieren. Früher war alles besser! Frauen mit Cellulite galten als besonders reich und fruchtbar. Tiramisu, ich komme!

Dann kamen wir in den Bungalows an. Mein Mitschüler Lukas kochte, natürlich nicht ohne eine Demonstration seines Covers von „O sole mio“, unser Abendessen. Der Gesang hat der Spaghetti alla carbonara vom Geschmack her zwar nicht geholfen, aber wir hatten trotzdem eine Menge Spaß.

21. Oktober 2014. Ich bevorzuge das Frühstück hier, weil das Brot weicher ist als im Kloster. Zuerst waren wir mit dem Bus nach Neapel unterwegs um unsere Führerin Gabriella abzuholen. Gleich zu Beginn, hat sie sich bei den meisten beliebt gemacht, weil sie uns angeboten hat, wenn unsere Reisegruppe auf dem Vesuv ist, Wein zu trinken. Das Wetter war ausnahmsweise nicht heiß, sondern kühl und nebelig. Der Vulkan ist viel „grüner“ als ich mir vorgestellt habe. Die Tour war sehr anstrengend und ich bereue es nicht, dass ich den Gehstock dann doch genommen habe. Nach diesem „Spaziergang“ hatte unsere Reisegruppe die Qual der Wahl zwischen einer angenehmen oder extremen Tour zu wählen. Ich schloss mich den Mutigen meiner Klasse an, ohne es später zu bereuen. Abends kochte meine Klassenkameradin Anna für uns Penne al pomodoro. Wir haben nach dem Essen lustige Spiele gespielt, während die Mücken uns plagten.

22. Oktober 2014. Zum Frühstück habe ich mir Rühreier mit Zwiebel und für meine Mitbewohnerinnen Daniela und Steffi Spiegeleier gemacht. Mit dem Zug, der jeden in Schrecken versetzt hat, ging es auf nach Pompeji, wo die Menschen aufgrund der Asche starben. Als wir auf unser Guide Veronica Maresca trafen, hat es zum Glück aufgehört zu regnen. Unsere Latein-Professorin hat uns schon vor ihrem reschen Charakter gewarnt. Ich habe heute drei Fakten über sie gelernt. Veronica Maresca liebt man entweder oder hasst man. Veronica Maresca spricht Italienisch noch schneller als Deutsch, das sie perfekt beherrscht. Veronica Maresca liebt ihre Arbeit abgöttisch, weil sie uns und andere Touristen öfters darauf aufmerksam gemacht hat, das Blitzlicht unserer Kamera auszuschalten, weil es der Farbe der Gemälde schadet. Ich persönlich hatte, im Gegensatz zu der Mehrheit meiner Mitschüler, nichts gegen sie auszusetzen, weil sie uns lustige, aber auch auf der anderen Seite traurige Vorfälle über Touristen, die sich beispielsweise auf den antiken Wänden Pompejis verewigen wollten, erzählt hat. Die Aufgrabungen waren beindruckend und viel größer als in Herculaneum.

Mein Klassenkamerad Lukas kochte für meinen und seinen Bungalow am Abend Spaghetti mit einer wohlschmeckenden Thunfisch-Sahnesoße, die zum Leidwesen meines Magens zu schnell weg war.

Liebes Tagebuch, heute ist der 22. Oktober. 2014 und somit der letzte Tag in Sorrent. Nach dem Frühstück fuhr unsere Reisegruppe mit dem Boot nach Capri, die Insel, die so ausschaut wie eine „schwangere Frau“. Diese Bootsfahrt werde ich niemals vergessen. Anfangs fand ich sie sehr amüsant, weil der Seegang mich an ein Karussell erinnert hat. Nach anderthalb Stunden war mir leicht schlecht und als ich gehört habe, dass sich manche schon übergeben hatten, wurde mir natürlich noch schlechter… Nach einer halben Stunde wurde ich erlöst und war noch niemals so froh darüber, dass Boden unter meinen Füßen war. Zuerst fuhr der eine Teil, inklusive mir, mit dem Bus, der so aus sah wie ein edler, kleiner Müllwagen, hinauf, der andere ging zu Fuß. Unsere Reisegruppe fuhr mit einer Seilbahn zum Monte Solaro, dem höchsten Berg Capris. Anschließend verbrachten wir einige Zeit auf dem wunderschönen Strand mit dem türkisenen Wasser.

Als wir wieder in Sorrent waren, kochte meine Mitbewohnerin Sophia Risotto für uns. Heute habe ich auch gelernt, dass ich kein Pokerface machen kann und mein Mitschüler Jisoo ein miserabler Spielpartner ist.

"Wichtige Hinweise für die Lehrer" oder: Das ABC der besonderen Art

Wenn Sie sich wirklich mit den Lateinern der siebten Klassen einlassen wollen, halten Sie sich im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit an das Alphabet und folgende Hilfestellungen:

Die Schüler verschaffen sich gern eine Abkühlung – sei es durch Baden, Fächer oder Eisessen.

Gehen Sie mit der Gruppe so oft wie möglich bummeln, dann fängt sie erst später zu motzen an.

Führen Sie immer ausreichende Mengen Cola light mit sich.

Versuchen Sie nur nicht, die Schüler zum Deklinieren von lateinischen Substantiven zu bringen, das könnte sich sehr negativ auf die Motivation auswirken.

Gewöhnen Sie sich an den Ausruf „Erster!“, denn die Siebten veranstalten gern Wettrennen.

Die siebten Klassen fotografieren einfach alles, was ihnen vor die Linse kommt –auch sich selbst.

Jeder in der Gruppe wünscht sich sehnlichst ein Foto mit der lächelnden Schweizer Garde.

Die Schüler schmücken sich gern im Gruppenlook, z. B. mit Henna-Tatoos.

Alle Schüler der siebten Klasse lieben die italienische Küche.

Wenn die Reisegruppe aus dem Flugzeug klettert und bemerkt, dass sie in einem der schönsten Länder der Welt ist, jubelt sie laut.

Füttern Sie die immer hungrige Meute regelmäßig mit Keksen, am besten mit Schokokeksen.

Die Schüler lieben Legenden und Geschichten – besonders die, in denen ein Griffel eine Rolle spielt.

Ein Maskottchen muss immer mit dabei sein, am besten ein Kater, ein Teddy oder eine angeheiterte Schildkröte mit großen Augen.

Auf die Aufforderung „Das könnt ihr dann ja nachlesen!“ dürfen Sie sich keine Reaktion erwarten.

Jede Reise braucht einen Hit, zu Italien passt „On Top Of  the World“ besonders gut.

Wenn gar nichts mehr geht, muss schnell eine knusprige Pizza her.

Haben Sie keine Angst, wenn mal etwas knallt oder qualmt – die Siebte kocht ausgezeichnet.

Wenn Sie eine Bootstour planen, ist es sogar für Reisekaugummis zu spät.

Was können die Schüler immer und überall? Schlafen.

Die Siebte nimmt keine Touristenführer ernst und macht sich gern über sie lustig.

Sorgen Sie sich nicht darum, dass die Unterhaltung zu kurz kommt. Die Reisegruppe kennt sich mit Spielen wie „Blinde Kuh“, „Uno“, „Signal“, „Affenreizen“ und „Wer bin ich?“ bestens aus.

Überprüfen Sie immer wieder, ob Sie die Verlustquote von 10% bereits überschritten haben.

Die Schüler lieben Wasser. Halten Sie daher Ausschau nach Brunnen zum Planschen, Trinkflaschen, Bademöglichkeiten und geräumigen Duschen.

Wenn Sie die Gruppe nach weniger als acht Stunden Schlaf wecken, dürfen Sie sich keine aktiveren Lebenszeichen als ein verschlafenes „Xingjaja“ erwarten.

Die Siebtklässler werfen sich gern vor die Kamera und schreien dabei laut „Yeah!“, wenn ihnen danach ist.

Kommen Sie nicht auf die Idee, die Schüler zu zählen – das machen sie am liebsten selbst.

(Teil des Kreativteils von Johanna Huppmann, 7C, im Rahmen des Portfolios zur Romreise)

"Ein Kolosseum entsteht"

Manuel Fürnkranz (7A), Peter Gold und Johannes Wagner (beide 7B) haben im Rahmen ihres Kreativteils für das Italienportfolio in der Tischlerei das Kolosseum "gebaut" (inkl. Rekonstruktion, Programmierung, Fräsereinstellungen,...)

Anbei einige Fotos dazu:

der Anfang...
das fertige Kolosseum