Kreativ Sein im Advent (1C - Advent 2016)

Lapbook erstellen

Alle Schülerinnen und  Schüler waren eifrig dabei zum Thema Advent ihre Lapbooks zu vervollständigen. Vom Adventkranz und seiner Bedeutung über Nikkolo und Krampus gab es viele Impulse. Eigene Gedichte und Wünsche, Rezepte und Rätsel  füllten  in den vergangenen zwei Wochen das Lapbook.

Sternlaterne

Zuerst haben alle ein großes Blatt Papier bemalt, nach dem Trocknen wurde dann geölt, um die Laterne durchscheinend zu machen. Der letzte Schritt war das Falten. Danach konnten alle ihre fertige Laterne mit nach Hause nehmen.

Adventkranzbinden mit Eltern und Großeltern

Auch heuer fand wieder unser traditionelles Adventkranzbinden unter der Leitung von Frau Prof. Ritscher und Frau Prof. Müller statt. Viele Schülerinnen und Schüler verbrachten mit ihren Eltern oder Großeltern den Nachmittag in der Schule, um sich einen eigenen Kranz zu binden. Einige selbstgemachte Adventkränze können Sie im Anschluss bestaunen. Vielen Dank an Isabella Putz aus der 8A und an Liv aus der 1. Klasse mit ihren Großeltern aus der Schweiz für das Binden unseres Riesen-Kranzes mit 24 Kerzen für die Bibliothek. Wir wünschen mit diesem Adventkranz allen eine besinnliche und gesegnete Adventszeit. (Mag. Renate Ritscher)

„France Tour“ -Workshops in den 4. Klassen Werkschulheim

Im Rahmen des Workshops „France Tour“ des Institut Français lernten die Schüler/innen der 4. Klasse Werkschulheim in einer Schulstunde spielerisch die französische Sprache kennen: So haben sie gesehen, dass sie ganz schön viele französische Wörter schon kennen (von la baguette über la cravate bis zu le porte-monnaie), sie haben Städtebingo gespielt und französischsprachige Musiker/innen kennengelernt.

Projekttage der 2D im Waldviertel - Juni 2016

In der letzten Schulwoche des Schuljahres 2015/16 verbrachten wir mit Frau Prof. Grossman und Frau Prof. Rehberger drei Tage am Ferienhof Stanzl im Waldviertel. Die beiden Lehrerinnen haben unheimlich viel mit uns unternommen. Wir waren in einer Papiermühle und durften dort handgeschöpftes Papier herstellen, besichtigten eine Imkerei, wo ich eine Weiselzelle geschenkt bekam, und die Burg Rapottenstein. Am besten aber gefiel mir der Ausflug in den Bärenwald Arbesbach. Dort leben arme Bären, die vom Verein „Vier Pfoten“ gerettet wurden. Mein Liebling war Jerry. Bevor er mit seinem Bruder Tom in den Bärenwald kam, musste er in einem viel zu engen Zirkuswagen quer durch Europa reisen. Der Ferienhof war sehr schön, das Essen schmeckte toll und es gab dort Hasen, Katzen und Kühe. Die Besitzer, Gabi und Hermann, waren sehr nett und lustig. Als ich Hermann am letzten Tag fragte, wie er unsere Klasse findet, antwortete er: „Ich möchte mich mit meiner Aussage nicht selbst belasten.“ Die Tage vergingen wie im Flug und am liebsten wäre ich noch länger geblieben. (Constanze Neuburg)

Projekttage der 2B und 3A - Juni 2016: Segelkurs

Besuch der Ausstellung des UNHCR über Flüchtlinge in Österreich (5A, Herbst 2015)

Zwei Berichte von SchülerInnen der 5A:

Am 04.12.2015 besuchte die 5A im Rahmen eines Flüchtlingsprojekts eine Fotogalerie des UNHCRs (United Nations High Commissioner for Refugees - Flüchtlingshochommissariat der Vereinten Nationen), bei dem wir auch einen kurzen Vortrag und eine kleine „Quizstunde“ hatten. Zu diesem Anlass waren auch zwei Flüchtlinge, einer aus Bangladesch, der andere war aus Afghanistan, da, die uns von ihrem Leben erzählt haben, also wie sie zum Flüchtling wurden, ihre Fluchtgründe und ihre Fluchtroute.

Als wir in den großen Raum der Anker-Fabrik kamen, dachte ich mir, dass das ein riesiger Hangar ist, in dem früher Flugzeuge gestanden sind… In der Mitte der Halle war ein Set aufgebaut, in dem einige Sitzplätze aus U-Bahnen quer durcheinander aufgereiht standen.

Der Vortrag war mit Fragen verknüpft und sehr aufschlussreich, weil ich persönlich sehr viel Neues erfahren habe. Ich hätte mir unter anderem nicht erwartet, dass ca. 50% der Flüchtlinge Kinder und Jugendliche unter 18 sind.

Nach dem Vortrag durften wir den zwei jungen Männern, die vertrieben wurden, Fragen stellen… Danach hatten wir die Möglichkeit uns eine Fotoausstellung anzuschauen, bei der einige Flüchtlinge ihr neues Leben in Österreich mit Fotos dokumentiert und kommentiert haben. Diese Erfahrung war sehr spannend, weil die Flüchtlinge nach wie vor große Probleme haben, wie beispielsweise, dass sie nicht mit ihrer Familie kommunizieren bzw. telefonieren können, da €40,- pro Monat nicht dazu ausreichen. (Sie bekommen €40,-/Monat, wenn sie in einem Flüchtlingsheim wohnen. Wenn sie alleine wohnen, bekommen sie €320,-/Monat.)

Einige Schüler und Schülerinnen sind mit den beiden Flüchtlingen ins Gespräch gekommen und die anderen haben über das Gesehene diskutiert.

Eine Auswahl der Fragen:

  • Wie viele Menschen waren im Jahr 2014 weltweit Flüchtlinge und Vertriebene?

A: 100.000 Menschen; B: 5,2 Mio.; C: 59,5 Mio. Menschen; D: 93,5 Mio. Menschen

Antwort: C ist richtig

  • Wo bzw. wohin flüchten die meisten Menschen?

A: innerhalb eines Landes; B: in ein Nachbarland; C: auf einen entfernten Kontinent;

D: auf einen anderen Planeten

Antwort: A ist richtig

  • Aus welchem Land mussten 2014 die meisten Menschen flüchten?

A: Syrien; B: Afghanistan; C: Irak; D: Somalia

Antwort: A ist richtig

(Peter Schaudy)

 

Flüchtlinge und ihre Flucht: „Mein Leben in Österreich“

[…] Unser Führer für diese Ausstellung begrüßte uns mit zwei Flüchtlingskindern in unserem Alter. Er begann mit einer Powerpoint - Präsentation und ließ uns  Zahlen und Fakten schätzen rund um das Thema Flüchtlinge. Schockierend fand ich zum Beispiel, dass 51% der Flüchtlinge Kinder und Jugendliche sind oder das es derzeit weltweit 60 Millionen Flüchtlinge gibt. Überrascht hat mich zum Teil auch, dass Deutschland und Österreich im Vergleich zu anderen Ländern nicht viele Flüchtlinge aufnehmen. Die Türkei, Pakistan und Libanon nehmen derzeit die meisten Flüchtlinge auf.  Klar zeigte sich auch, dass manche EU-Staaten, sich nicht an der Flüchtlingsverteilungsquote beteiligten. Österreich und andere Länder werden die Flüchtlingsströme nicht alleine stemmen können.

Da man den Begriff Flüchtling heutzutage immer wieder in den Medien hört, klärten wir einmal ab, wer überhaupt ein Flüchtling ist. Also ein Flüchtling ist ein Mensch, der wegen Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Überzeugung verfolgt wird und dessen Leben bedroht ist. Die meisten Flüchtlinge waren zuerst Binnenflüchtlinge, die meist in eine andere Stadt oder anderen Ort in ihrem Land flüchteten, da keiner sein Heimatland gerne verlässt. Danach flüchteten sie meist in Nachbarländer weiter, wenn die Städte, in die sie flüchteten auch nicht mehr sicher waren. Das heißt, dass die meisten Flüchtlinge nicht gleich nach Österreich und Deutschland flüchten wollen, sondern lieber in der Nähe ihres Landes bleiben würden, bis sich die Lage wieder beruhigt hat. Jedoch breiteten sich die Kriege immer weiter aus und sie mussten immer weiter weg fliehen.

Den Unterschied zwischen Flüchtling und Migranten wurde uns auch noch einmal erklärt.  Ein Flüchtling flüchtet also um sein  Leben zu schützen und ein Migrant verlässt sein Heimatland um seine Lebensbedingungen zu verbessern und nicht, weil er in seinem Heimatland in Gefahr ist. Migration geschieht vorwiegend aus wirtschaftlichen Gründen, beispielsweise wegen der Aussicht auf einen besser bezahlten Job.

Man hört immer wieder vom Wort Asylant. Aber was ist überhaupt ein Asylant? Das Wort Asylant beinhaltet 3 Gruppen von Menschen, die man nicht in einem Wort zusammenfassen sollte. Wir diskutierten über den abwertenden Beigeschmack des Wortes und kamen zu dem Schluss, dass man dieses Wort nicht mehr verwenden sollte. 

Welche Konsequenzen Asyl auf Zeit haben würde? Es würde sicherlich die Integration negativ beeinflussen, da die Flüchtlinge dadurch weniger Anreiz hätten, sich zu integrieren und Deutsch zu lernen. Die Arbeitsuche würde dies auch erschweren, denn  welche Unternehmerin, welcher Unternehmer stellt schon gerne jemanden ein, mit der Perspektive, dass die Investitionen – die zu Beginn einer Arbeitsaufnahme notwendig sind – umsonst sein könnten.

Wir sprachen auch über die Genfer Konvention, die nach dem 2. Weltkrieg beschlossen wurde. […]  Als uns die zwei Flüchtlinge über ihre Flucht erzählten, wurde einem gleich ganz anders zu Mute. Es machte einen traurig, solche Schicksalsschläge mitzubekommen. Die Medien berichten nur über die Flüchtlingsmasse, nicht über die einzelnen Schicksale, was verständlich ist. Aber eine ganz persönliche Geschichte zu hören, ist doch gleich etwas anderes. Ich denke, dieser Einblick tat vielen aus der Klasse gut, da sich manche noch nicht mit dem Thema Flüchtlinge beschäftigt haben, obwohl es heutzutage  so präsent ist und wir vier Flüchtlinge in der Klasse haben, von denen man auch viele Geschichten über ihre Flucht oder ihre Heimat erzählt bekommen kann. 

Zu wissen, dass diese zwei in unserem Alter sind und was sie alles durchmachen mussten für eine bessere Zukunft, lässt uns wieder begreifen, was für ein Glück wir haben in Österreich geboren worden zu sein und dass dies nicht selbstverständlich ist. Ich könnte mir nicht vorstellen, diesen weiten Weg ohne meine Eltern zu bewältigen; ganz alleine und auf sich gestellt. Und zu hören, dass die zwei Burschen nicht einmal ihren Wunschberuf erlernen dürfen bzw. können, erfüllt mich mit Traurigkeit. 

Am Ende der Führung konnte man sich noch die Fotowand genauer ansehen und durchlesen. Was mich am meisten bewegte, war das Poster von einem Mädchen, wo sie berichtete, dass sie sich freue hier Fahrradfahren zu dürfen, was sie in ihren Heimatland nicht durfte, oder von einem Jungen, der seine Ziegen und Kühe vermisst. 

Im Großem und Ganzen fand ich dies eine gelungene Exkursion, jedoch habe ich mir die Fotowand  größer vorgestellt und dachte, wir bekommen noch einen tieferen Einblick in die Erlebnisse der Flüchtlinge. Ich fand die Präsentation von  unserem Führer überwiegend neutral, was ich als sehr angenehm empfand, da es nicht um politische Ansichten ging, sondern rein um die Flüchtlinge. Jedoch wäre ein kritischer Blick auf die große Zuwanderung auch angebracht gewesen.