"Taschen Nähen" - Die Lange Nacht der Kreativität 2017

Heuer war das Schwerpunktthema unserer „Langen Nacht der Kreativität“ das Nähen und Gestalten von Taschen. Die Taschen wurden mit Stickereien, Applikationen und auch Stoffdruck verschönert. Unter der Leitung von Frau  Prof. Ruth Haas konnten die SchülerInnen Knöpfe aus Fimo herstellen. Vielen Dank an alle TeilnehmerInnen, die diesen Abend so bereichert haben.

Unser besonderer Gast war heuer der Modedesigner Christian Seibold, Gewinner des Vienna Fashion Night Awards 2017. Er unterstützte uns beim Nähen und faszinierte alle mit seiner großen Liebe zu diesem Handwerk. Wir hatten alle eine inspirierende, kreative Zeit, sind begeistert von den tollen Ergebnissen und freuen uns schon auf die nächste Lange Nacht der Kreativität. (Mag. Renate Ritscher)

Fotografische Selbstinszenierungen anhand von Beispielen altmeisterlicher Portraitmalerei

Klasse 5C – Mag. Ralf Edelmann, Mag. Ulrike Zachhuber

Wie kommt man ausgehend von einem Portrait aus der klassischen Malerei zu einem eigenen Fotoportrait im Stile der alten Meister?Und wie ist es, mit einer „echten“ Künstlerin gemeinsam zu arbeiten?  Diese Fragen zu beantworten luden wir die in Wien lebende Künstlerin Stephanie Guse in unsere Klasse ein. Guse inszeniert sich in ihren eigenen Arbeiten auf diese Weise und hat bereits mehrfach an Schulen entsprechende Projekte durchgeführt. Zunächst sprach die Künstlerin vor der Klasse über ihre Arbeit und beschrieb das Prozedere des geplanten Projektes. In zwei Blöcken zu je 4 Stunden wurden dann meist aus Wegwerfartikeln wie Folien und Verpackungen Accessoires und Hintergründe angefertigt, Kleidungsstücke und Kopfbedeckungen erschaffen. Alles immer entlang des Vorbildes aus der Malereigeschichte, aber mit viel Eigenständigkeit und Fantasie! Was heraus gekommen ist konnte sich sehen lassen und wurde in Teamarbeit fotografiert. Die Fotodateien wurden schließlich am Computer weiter bearbeitet bis ein Ergebnis zustande kam, welches die eigene Persönlichkeit anhand eines klassischen Vorbildes in Szene setzt. Auf diese Weise kam es im Rahmen eines Projektes zur Beschäftigung  mit Kunstgeschichte, Fotografie, digitaler Bearbeitungstechnik, sowie kreativem, eigenständigen Gestalten. Die fertigen Fotoabzüge wurden dann beim Schulfest präsentiert und fanden großen Anklang.  (Ralf Edelmann)

Mehrfärbiger Linoldruck in der 3C

Der Linolschnitt ist eine grafische Technik, ein Hochdruckverfahren, das dem Holzschnitt ähnelt. Nicht zu druckende Stellen werden mit Linolmesser aus der Linoleumplatte herausgenommen. Das Material lässt sich sehr leicht und in alle Richtungen schneiden.  Beim Linolschnitt arbeitet man mit der Negativform eines Bildes. Das, was in der Vorzeichnung schwarz ist, ist später im Druck weiß und umgekehrt. Durch das Übereinanderdrucken von zwei oder mehr Farben entstehen farbige Linolschnitte, der sogenannte Mehrfachdruck. Mit transparenten Farben lassen sich im Übereinanderdruck auch Zwischenfarbtöne durch Mischung erzeugen. Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Verfahren entwickelt. Partielles Einfärben einer einzigen Platte mit mehreren Farben oder das Passgenaue Drucken mit mehreren, verschieden eingefärbten Platten sowie der sogenannte Eliminationsdruck. Der Holzschnitt wurde vor allem von Künstlern des Expressionismus geschätzt. Mit Linolschnitt haben Künstler wie Pablo Picasso, Henri Matisse und Maurice de Vlaminck gearbeitet.

Viel Spaß beim Betrachten der Linoldrucke unserer SchülerInnen. Zunächst entstanden mehrfärbig gedruckte Naturstudien von „Herbstlichen Blättern“. Für das Schulfest-Motto „Zeitsreise“ entstanden mehrfärbig gedruckte Arbeiten, die jeweils ein anderes Sprichwort zum Thema „Zeit“ illustrieren sollten. (Mag. Renate Ritscher)

Cyanotypie – ein fotochemisches Experiment in der 3C

Bei der Cyanotypie handelt es sich um eine fotografische Belichtungstechnik, die bereits 1842 vom englischen Naturwissenschaftler und Astronom Sir John Herschel zum ersten Mal angewandt wurde. Die Cyanotypie war das dritte Verfahren nach der Daguerreotypie und Talbotypie/Kalotypie zur Herstellung von stabilen fotografischen Bildern. Belichtet wird bei dieser Technik nicht in der Dunkelkammer, sondern ganz einfach mit Sonnenlicht bzw. mit einer UV-Lampe. Ein weiterer Unterschied zur üblichen Fotobelichtung ist die blaue Farbe. Durch das Zusammenwirken der beiden Hauptchemikalien (Kaliumhexacyanidoferrat(III) und Ammoniumeisen(III)-citrat) entsteht eine lichtempfindliche Flüssigkeit, die auf Papier, Stoff oder Holz aufgetragen wird. Beim Trocknen wird die Beschichtung lichtempfindlich. Die Belichtung erfolgt unter einen Schatten werfenden Gegenstand als Fotogramm (Gegenstand, Pflanze etc.) oder mit einem Negativ durch UV- oder Sonnenlicht. An einem bedeckten Tag beträgt die Belichtungszeit mit Tageslicht 10-20 Minuten. Wird das Material nach der Belichtung unter fließendem Wasser ausgewaschen, entsteht an den Stellen, die mit UV-Strahlung in Berührung gekommen sind, ein wunderschöner satter Blauton und die unbelichteten Stellen waschen sich aus und bleiben weiß. Bekannt wurde diese Technik besonders durch Anna Atkins, eine britische Naturwissenschaftlerin, die in ihren Büchern Farne und Pflanzen mit Cyanotypien dokumentierte. (Mag. Renate Ritscher)

Alice in Wonderland - ein fächerübergreifendes Projekt in der 2C

Schon in der ersten Klasse begeisterte sich die Klasse 2C für Theaterprojekte und so entstand die Idee, an einem größeren Projekt zu arbeiten und das Resultat am Schulfest zu präsentieren. Ich konnte die Englisch-Gruppe unter der Leitung von Frau Prof. Authried, den Klassenvorstand, (gleichzeitig die Musiklehrerin) Frau Prof. Haas sowie Frau Prof. Steixner für den Werkunterricht dafür gewinnen, sich daran zu beteiligen. Außerdem unterstützte uns Frau Prof. Brandl mit der Klasse 1D: Einige SchülerInnen ihrer Klasse stellten die Kostüme und Kopfbedeckungen für die Soldaten der Herzkönigin her. Im Deutschunterricht wurde unter der Leitung von Frau Prof. Reitgruber  zunächst das Buch gelesen.

„Alice’s Adventures in Wonderland“ ist ein erstmals 1865 erschienenes Kinderbuch des britischen Schriftstellers Lewis Carroll. Dieses Buch erfreut sich noch immer großer Beliebtheit und fand im Roman „Alice hinter den Spiegeln“ seine Fortsetzung. Es existieren unzählige Adaptionen für die Bühne und den Film. Viele Figuren der Erzählung, wie zum Beispiel die Grinsekatze, der Märzhase oder der Hutmacher; und einzelne Episoden wie die Teegesellschaft, in die Alice hineingerät, wurden in der Popkultur immer wieder aufgegriffen und zitiert.

Aus dem BE- und Werkunterricht

Während im Deutsch- und Englisch Unterricht die Bücher gelesen wurden, begannen wir im BE-Unterricht, uns zunächst zeichnerisch und malerisch dem Thema zu nähern. Nach einer Rollenvergabe stellte jede/jeder eine sehr aufwändige Maske nach der Tradiotion venezianischer Masken her. Über einen Papierkern wurde mit Ton die Maske geformt. Nach dem Trocknen wurde eine Papiermaske mit Kleister hergestellt. Nach dem Bemalen und Lackieren waren die Masken bereit für die Bühne, nur noch am Kostüm musste gearbeitet werden.

Bühnendeko-Teaparty

Im Englisch-Unterricht studierten einige Schülerinnen Szenen aus der Teaparty ein. Im Musikunterricht schrieben die SchülerInnen eigene Texte und vertonten das Ganze zu einem Lied. Als Inspiration diente der Song „It’s magic von Celina Gomesz“. Wir entschieden uns, uns für die Bühnen-Deko auf den Garten mit der Teeparty zu konzentrieren und so entstanden eine gemalte Gartenkulisse, Riesenblumen und Riesenpilze, ein großer Baum aus Karton und Holz mit wunderschönen Blüten, Tee-Geschirr aus Gipsbinden sowie wunderschöne Cupcakes aus Papier. Außerdem haben wir mit der Hilfe einiger Kinder des Kreativworkshops ein paar riesige Uhren aus Karton hergestellt, da es in diesem Roman vor allem auch um die „Zeit“ geht: eine Taschenuhr im Durchmesser von 70cm, eine Armbanduhr, eine Sanduhr, einen Wecker und eine Kuckucksuhr.

Schulfest 2015

Am Faschingsdienstag hatten unsere Masken und Kostüme ihren ersten großen Auftritt am Catwalk unseres Faschingsfestes. Wir konnten als Gruppe den ersten Platz bei der Gruppenwertung der Unterstufe erlangen, worüber sich alle sehr gefreut haben. Der Höhepunkt unserer Zusammenarbeit war dann das Schulfest unter dem Motto: „Zeitreise“. Wir verwandelten den Klassenraum der 2c in einen Garten mit der Teegesellschaft in der Mitte. Die Eltern und viele Besucher freuten sich über zwei Aufführungen in der Originalsprache Englisch und lauschten dem fröhlichen Gesang der ganzen Klasse zum selbst getexteten Lied. Insgesamt ein erfolgreiches und schönes Jahresprojekt, wofür ich mich noch mal bei allen Beteiligten, vor allem aber bei den engagierten Schülerinnen und Schülern der 2C bedanken möchte. (Mag. Renate Ritscher)

Gruppenbild der ganzen Gesellschaft von Alice in Wonderland
Lea und Saskia beim Formen einer Maske
Die Masken werden zum Trocknen gebracht
Die Gans von Sophia
Die Grinsekatze von Nogozi
Der Märzhase von Helen
Ein Loopster von Tina
Der Baum bekommt weiße Blätter
Marie und Saskia beim Bauen des Grundgerüstes
Absolom, Grinsekatze und die weiße Königin
Blumen in Origamitechnik entstehen
Geschirr - mit Gipsbinden abgeformt - wird bemalt
Riesen Cupcakes von Tina und Sophie
Viele Cupcakes in wunderschöner Formen- und Farbenvielfalt
Gemalte Garten - Kulisse
Helen bemalt ihre Kukucksuhr
Pilze entstehen
Der weiße Hase mit seiner Taschenuhr
Ein Riesen- Wecker
Alice
Das Orakulum entsteht: Carmen und Doro
„Iss mich“ und „Drink mich“
Präsentation des Songs mit Frau Prof Haas
Faschingsdienstag, fröhliche Gesichter nach dem großen Auftritt
Gemalte Tiermasken
Die Jury am Faschingsdienstag
Die glücklichen Sieger mit ihrer Urkunde
Die Soldaten der Herz Königin
Warten auf die Preisverleihung
Saskia und Doro: unsere Hauptdarstellerinnen beim Schulfest