Die lange Nacht der Kreativität 2018

Die heurige Lange Nacht der Kreativität stand unter dem Motto Ostern. 24 Schülerinnen und Schüler der 1. bis 4. Klassen nahmen mit großer Freude und Begeisterung an dem Workshop teil.

Unter der Leitung von Frau Prof. Ruth Haas konnten die Schülerinnen und Schüler Dekoratives aus Fimo herstellen. Weiters entstanden bemalte Ostereier, die auch mit Serviettentechnik gestaltet wurden und Dekorationen aus Holz. Es wurden Betoneier abgegossen und Holzeier mit Lötkolben verziert. Außerdem entstanden auch textile Objekte und Origami-Osterhasen. Viel Spaß bereitete den Schülerinnen und Schülern auch die Kalligraphie und so entstanden viele schön gestaltete Osterkarten.

Frau Prof. Martina Müller organisierte die Verpflegung, Pizza am Abend und ein kleines Frühstück am Morgen, und Frau Prof. Karin Böhm-Tiffner unterstützte auch tatkräftig die Gruppe bis Mitternacht. Ein besonderer Dank gilt Isabella Putz aus der 9A für die Vorbereitung der Spiele um Mitternacht im Turnsaal. (Text und Fotos: Mag. Renate Ritscher, April 2018)

Fotografische Selbstinszenierungen anhand von Beispielen altmeisterlicher Portraitmalerei

Klasse 5C – Mag. Ralf Edelmann, Mag. Ulrike Zachhuber

Wie kommt man ausgehend von einem Portrait aus der klassischen Malerei zu einem eigenen Fotoportrait im Stile der alten Meister?Und wie ist es, mit einer „echten“ Künstlerin gemeinsam zu arbeiten?  Diese Fragen zu beantworten luden wir die in Wien lebende Künstlerin Stephanie Guse in unsere Klasse ein. Guse inszeniert sich in ihren eigenen Arbeiten auf diese Weise und hat bereits mehrfach an Schulen entsprechende Projekte durchgeführt. Zunächst sprach die Künstlerin vor der Klasse über ihre Arbeit und beschrieb das Prozedere des geplanten Projektes. In zwei Blöcken zu je 4 Stunden wurden dann meist aus Wegwerfartikeln wie Folien und Verpackungen Accessoires und Hintergründe angefertigt, Kleidungsstücke und Kopfbedeckungen erschaffen. Alles immer entlang des Vorbildes aus der Malereigeschichte, aber mit viel Eigenständigkeit und Fantasie! Was heraus gekommen ist konnte sich sehen lassen und wurde in Teamarbeit fotografiert. Die Fotodateien wurden schließlich am Computer weiter bearbeitet bis ein Ergebnis zustande kam, welches die eigene Persönlichkeit anhand eines klassischen Vorbildes in Szene setzt. Auf diese Weise kam es im Rahmen eines Projektes zur Beschäftigung  mit Kunstgeschichte, Fotografie, digitaler Bearbeitungstechnik, sowie kreativem, eigenständigen Gestalten. Die fertigen Fotoabzüge wurden dann beim Schulfest präsentiert und fanden großen Anklang.  (Ralf Edelmann)

Mehrfärbiger Linoldruck in der 3C

Der Linolschnitt ist eine grafische Technik, ein Hochdruckverfahren, das dem Holzschnitt ähnelt. Nicht zu druckende Stellen werden mit Linolmesser aus der Linoleumplatte herausgenommen. Das Material lässt sich sehr leicht und in alle Richtungen schneiden.  Beim Linolschnitt arbeitet man mit der Negativform eines Bildes. Das, was in der Vorzeichnung schwarz ist, ist später im Druck weiß und umgekehrt. Durch das Übereinanderdrucken von zwei oder mehr Farben entstehen farbige Linolschnitte, der sogenannte Mehrfachdruck. Mit transparenten Farben lassen sich im Übereinanderdruck auch Zwischenfarbtöne durch Mischung erzeugen. Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Verfahren entwickelt. Partielles Einfärben einer einzigen Platte mit mehreren Farben oder das Passgenaue Drucken mit mehreren, verschieden eingefärbten Platten sowie der sogenannte Eliminationsdruck. Der Holzschnitt wurde vor allem von Künstlern des Expressionismus geschätzt. Mit Linolschnitt haben Künstler wie Pablo Picasso, Henri Matisse und Maurice de Vlaminck gearbeitet.

Viel Spaß beim Betrachten der Linoldrucke unserer SchülerInnen. Zunächst entstanden mehrfärbig gedruckte Naturstudien von „Herbstlichen Blättern“. Für das Schulfest-Motto „Zeitsreise“ entstanden mehrfärbig gedruckte Arbeiten, die jeweils ein anderes Sprichwort zum Thema „Zeit“ illustrieren sollten. (Mag. Renate Ritscher)

Cyanotypie – ein fotochemisches Experiment in der 3C

Bei der Cyanotypie handelt es sich um eine fotografische Belichtungstechnik, die bereits 1842 vom englischen Naturwissenschaftler und Astronom Sir John Herschel zum ersten Mal angewandt wurde. Die Cyanotypie war das dritte Verfahren nach der Daguerreotypie und Talbotypie/Kalotypie zur Herstellung von stabilen fotografischen Bildern. Belichtet wird bei dieser Technik nicht in der Dunkelkammer, sondern ganz einfach mit Sonnenlicht bzw. mit einer UV-Lampe. Ein weiterer Unterschied zur üblichen Fotobelichtung ist die blaue Farbe. Durch das Zusammenwirken der beiden Hauptchemikalien (Kaliumhexacyanidoferrat(III) und Ammoniumeisen(III)-citrat) entsteht eine lichtempfindliche Flüssigkeit, die auf Papier, Stoff oder Holz aufgetragen wird. Beim Trocknen wird die Beschichtung lichtempfindlich. Die Belichtung erfolgt unter einen Schatten werfenden Gegenstand als Fotogramm (Gegenstand, Pflanze etc.) oder mit einem Negativ durch UV- oder Sonnenlicht. An einem bedeckten Tag beträgt die Belichtungszeit mit Tageslicht 10-20 Minuten. Wird das Material nach der Belichtung unter fließendem Wasser ausgewaschen, entsteht an den Stellen, die mit UV-Strahlung in Berührung gekommen sind, ein wunderschöner satter Blauton und die unbelichteten Stellen waschen sich aus und bleiben weiß. Bekannt wurde diese Technik besonders durch Anna Atkins, eine britische Naturwissenschaftlerin, die in ihren Büchern Farne und Pflanzen mit Cyanotypien dokumentierte. (Mag. Renate Ritscher)